| Leitantrag: | „Es geht um unsere Zukunft!“ - unser 5-Punkte-Plan zur Kommunalwahl |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Vincent Bartolain |
| Status: | Geprüft |
| Angelegt: | 09.03.2019, 15:08 |
Ä2 zu Leit1: „Es geht um unsere Zukunft!“ - unser 5-Punkte-Plan zur Kommunalwahl
Von Zeile 29 bis 31 einfügen:
Wir wollen, dass Leute unabhängig von ihrem Wohnort ein Leben ohne Auto führen können. Dafür müssen Rad, Tram, Bus und Regio ausgebaut und barrierefrei gestaltet werden. Wir wollen das Radwegenetz radikal erweitern, die Straßenbahn in allen kreisfreien Städten
Ohne die Arbeit vor Ort geht nichts. Das stimmt nicht nur bei Aktivismus,
sondern auch bei der Tagespolitik. Stadtverordnete, Kreistage,
Gemeindevertretungen und Ortsbeirätemachen in Brandenburg Tag für Tag
Kommunalpolitik, häufig ohne dass viele es mitbekommen. Damit jugendliche
Anliegen und Ideen ganz vorne mit dabei sind, stellen wir als Grüne Jugend viele
Kandidat*innen bei den Kommunalwahlen in Brandenburg im Mai 2019. Umweltschutz,
soziales Miteinander, belebte Orte und eine klare Kante gegen Rechts fangen im
Dorf oder der Stadt an. Wir mischen uns ein, und mischen auf. Wir haben mutige
Konzepte. Weil es um unsere Zukunft geht!
Unsere Zukunft - lieber grün als giftig!
Wir wollen das Insekten- und Vogelsterben stoppen und die Natur zurück in den
Ort holen. Dafür muss der Einsatz von Glyphosat und anderen Umweltgiften auf
kommunalen Flächen verboten werden. Außerdem sollen möglichst alle Bäume in
unseren Kommunen erhalten und besonders an kahlen Plätzen und Straßen viele neue
Bäume gepflanzt werden. Wir wollen auch abseits von Parks tief durchatmen
können. Insgesamt muss möglichst viel naturnaher Grünraum geschaffen werden.
Für Clubs, (Sub)Kultur und Sport vor Ort!
Kultur besteht für uns nicht nur aus dem Barberini in Potsdam oder dem
Staatstheater in Cottbus. Wir wollen, dass Jugendclubs und -räume möglichst von
Jugendlichen selbstverwaltet werden. Bereits existierende Jugendclubs möchten
wir erhalten und fördern. Dort, wo sie fehlen, müssen neue Räume für Jugendliche
geschaffen werden. Clubs zum Tanzen und Feiern, die sich hinter und vor der Tür
weltoffen und liberalzeigen, wollen wir in ländlichen und urbanen Räumen
unterstützen. Zudem möchten wir nicht-kommerzielle „Solispaces“ schaffen, die
Platz für non-profit-Kneipen, Umsonstläden und Co-Working mit freiem WLAN
bieten. Außerdem wollen wir das Gesundheitsrisiko von Drogenkonsum senken und
dazu offene Beratungsstellen flächendeckend anbieten.
Autofrei unterwegs - Rad, Bus und Tram sind unsere Zukunft!
Wir wollen, dass Leute unabhängig von ihrem Wohnort ein Leben ohne Auto führen
können. Dafür müssen Rad, Tram, Bus und Regio ausgebaut und barrierefrei gestaltet werden. Wir wollen das
Radwegenetz radikal erweitern, die Straßenbahn in allen kreisfreien Städten
erhalten und modernisieren. Vor allem in ländlichen Regionen, aber überall
nachts und am Wochenende, muss der Takt von Bus und Tram erhöht werden. Wir
wollen neue Buslinien dorthin fahren lassen, wo Menschen bisher abgehängt sind.
Auch über Grenzen hinweg. Innerorts soll für motorisierten Verkehr Tempo 30
gelten.
Refugees welcome – nur eine bunte Gesellschaft hat Zukunft!
Wir wollen, dass Brandenburg für Geflüchtete nicht nur ein Ort des Ankommens
ist, sondern auch ein Ort des Hierbleibens. Dafür muss es wesentlich mehr
Sprach- und Integrationskurse geben. Geflüchtete, insbesondere geflüchtete
Familien, sollen dezentral in Wohnungen untergebracht werden. Frauen*,
alleinreisende Minderjährige und LGBTIQ*-Personen benötigen besonderen Schutz
und Hilfe. Für Beteiligung vor Ort soll es in allen Landkreisen und kreisfreien
Städten einen Migrant*innenbeirat geben. Wir wollen Willkommensinitiativen und
Vereine, bspw. im Sport- oder Musikbereich, die Integration aktiv leben,
unterstützen. Wir werden in den Kommunen dagegen kämpfen, dass abgeschoben wird
und uns dafür einsetzen, Geflüchtete aufzunehmen, die auf dem Mittelmeer aus
Seenot gerettet wurden. #seebruecke#sicherehäfen
Es ist unsere Zukunft – Wir meinen Jugendbeteiligung ernst!
Wir wollen mehr Kinder- und Jugendparlamente schaffen, aktiv fördern und diese
mit großzügigen eigenen Etats und mehr Mitbestimmungsrechten ausstatten. In
kleinen Kommunen sollen zumindest temporäre Entwicklungswerkstätten für Kinder
und Jugendliche Beteiligung ermöglichen. Jugendbeteiligung bedeutet außerdem,
durch eine Stärkung des Ehrenamtes dafür zu sorgen, dass sich mehr junge Leute
z.B. bei der Geflüchteteninitiative vor Ort oder bei der freiwilligen Feuerwehr
engagieren. Politischen Protest von Jugendlichen in Form zivilen Ungehorsams,
etwa bei "Fridays For Future", sehen wir als ein legitimes Mittel, das auf
drängende Probleme dieser Zeit hinweist.
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